Offener Biss: Welche Ursachen hat er und wie wird er behandelt?
Bei einem offenen Biss berühren sich die vorderen Zähne beim Zusammenbeißen nicht, es bleibt eine Lücke. Häufige Ursachen sind langes Lutschen an Daumen oder Schnuller sowie ein ungünstiges Zungenmuster. Die Behandlung setzt an der Ursache an und richtet Biss sowie Gewohnheiten schrittweise neu aus.
Wenn Ihr Kind fest zubeißt und vorn trotzdem eine deutliche Lücke zwischen den oberen und unteren Zähnen bleibt, spricht man von einem offenen Biss. Das ist mehr als nur ein optisches Thema, denn es kann mit der Zeit das Abbeißen, das Kauen und sogar das Sprechen beeinflussen. Wir erklären Ihnen gern, wie es dazu kommt und was im Einzelfall wirklich hilft. Denn ein offener Biss hat fast immer eine erkennbare Ursache, und genau dort setzt eine gute Behandlung an, statt nur an den sichtbaren Zähnen. So lässt sich das Ergebnis langfristig stabil halten.
Wie ein offener Biss entsteht
Häufig steckt eine bestimmte Angewohnheit dahinter, die über längere Zeit immer wieder auf die Zähne einwirkt. Dazu gehören anhaltendes Daumenlutschen oder ein sehr lang genutzter Schnuller. Auch wenn die Zunge beim Schlucken oder Sprechen immer wieder gegen oder zwischen die Frontzähne drückt, kann sich mit der Zeit langsam ein offener Biss ausbilden und verfestigen.
- Langes Lutschen an Daumen oder Schnuller über das 3. Lebensjahr hinaus.
- Ein ungünstiges Schluck- und Zungenmuster, das oft unbewusst abläuft.
- Manchmal auch eine anhaltende Mundatmung über einen längeren Zeitraum.
Wie ein offener Biss behandelt wird
Ein besonders wichtiger erster Schritt ist es, die auslösende Gewohnheit zu erkennen und sie behutsam und ohne Druck abzubauen. Manchmal helfen dabei kleine Apparaturen, die die Zunge sanft umlenken. Je nach Ausprägung und Alter kommen dann herausnehmbare oder feste Zahnspangen dazu, um die Zähne und den gesamten Biss neu und stabil auszurichten.
Wichtig ist bei alldem der richtige Zeitpunkt, denn im Wachstum lässt sich vieles besonders günstig beeinflussen. Wir schauen uns die Ursachen deshalb gemeinsam mit Ihnen an und stellen daraus einen individuellen Plan zusammen, der gut zu Ihrem Kind und zu Ihrem Familienalltag passt. Häufig arbeiten wir bei einem offenen Biss eng mit anderen Fachbereichen zusammen, etwa mit der Logopädie, wenn ein ungünstiges Zungenmuster mit im Spiel ist. Diese Zusammenarbeit sorgt dafür, dass wir nicht nur die Zähne bewegen, sondern auch die eigentliche Ursache angehen, damit das Ergebnis am Ende stabil und dauerhaft bleibt. Fällt Ihnen bei Ihrem Kind ein offener Biss auf, zögern Sie nicht, uns anzusprechen, gemeinsam finden wir den passenden Weg.
Häufige Fragen
Wächst sich ein offener Biss von selbst aus?
Ab wann sollte man beim Daumenlutschen eingreifen?
Kann ein offener Biss das Sprechen beeinflussen?
Quellen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die persönliche Untersuchung und Beratung in unserer Praxis.
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Jeder Kiefer ist anders. In einem ersten Termin schauen wir uns Ihre Situation individuell an.