Mundatmung bei Kindern: Warum sie mehr als eine Angewohnheit ist

Kurz gesagt

Atmet ein Kind dauerhaft durch den Mund statt durch die Nase, kann das die Entwicklung von Kiefer und Gesicht beeinflussen und die Zähne austrocknen. Die Ursachen reichen von verstopfter Nase bis zu vergrößerten Polypen – eine Abklärung lohnt sich.

Ein leicht geöffneter Mund beim Spielen ist harmlos. Wird die Mundatmung aber zum Dauerzustand – auch nachts –, sollte man genauer hinschauen.

Warum die Nasenatmung wichtig ist

Durch die Nase wird die Luft gefiltert, angewärmt und befeuchtet. Zudem unterstützt die Nasenatmung eine gesunde Entwicklung von Kiefer und Gaumen. Fehlt sie dauerhaft, kann sich das auf die Gesichts- und Kieferform auswirken.

Mögliche Folgen

Anhaltende Mundatmung wird mit einem schmalen Oberkiefer und Fehlstellungen wie dem Kreuzbiss in Verbindung gebracht. Auch trockene, kariesanfälligere Zähne und unruhiger Schlaf können auftreten.

Ursache finden

Die Ursachen sind vielfältig – von Allergien über eine verstopfte Nase bis zu vergrößerten Rachenmandeln. Wir arbeiten bei Bedarf mit HNO-Ärzten und Logopäden zusammen, um dem Grund auf die Spur zu kommen.

Häufige Fragen

Kann Mundatmung die Zahnstellung verändern?
Dauerhafte Mundatmung gilt als möglicher Faktor für einen schmalen Oberkiefer und bestimmte Fehlstellungen. Eine frühe Abklärung ist deshalb sinnvoll.
Wer hilft bei Mundatmung?
Oft ein Team: HNO für die Ursachen der behinderten Nasenatmung, Logopädie für das Atem- und Zungentraining und die Kieferorthopädie für die Kieferentwicklung.
Dr. Anne Moser
Dr. Anne Moser MHBA
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie · KIEFERFREUNDE im Weberhaus, Potsdam
Veröffentlicht am 21. März 2026

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die persönliche Untersuchung und Beratung in unserer Praxis.

Persönlich beraten lassen

Jeder Kiefer ist anders. In einem ersten Termin schauen wir uns Ihre Situation individuell an.

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